Lehrer
Ken Morinaga
Unser Lehrer Ken Morinaga kam 1982 aus Japan während einer Europareise zu uns. Da uns sein Unterrichtsstil so gut gefiel, baten wir ihn, als ständiger Lehrer in Hamburg zu bleiben. Seit 1984 ist er in unserem Verein angestellt.
Von 1974 bis 1983 hat er sowohl im Honbu-Dojo Tokio als auch vor allem bei seinen Meistern Yamaguchi Sensei und Takeda Sensei seine Kampfkunst gelernt. Durch intensive, ständige Fortbildung in Noguchi, Qi Gong, Alexandertechnik und Taijiquan lässt er vielseitige Aspekte in den Unterricht einfließen. Eine besondere Qualität seiner Arbeit ist, dass er sich fast ausschließlich diesen Inhalten widmet, die er seinen SchülerInnen überzeugend und mit viel Geduld beibringt. Sein Stil ist geprägt von Weichheit, Zentriertheit, Flexibilität und Stabilität.
Kens Gedanken zu Aikido und Taiji haben wir in einem Interview festgehalten: Interview mit Ken Morinaga.
Kens Erläuterung zum Aikido-Stil seines Lehrers: Seigo Yamaguchi
Nikolaos Nikou
“Im richtigen Moment am richtigen Ort sein.”
Flexibilität, Ausdauer, Koordination, Konzentration und vor allem Spaß an der Bewegung sind die Schwerpunkte meines Trainings.
Kens Erläuterung zum Aikido-Stil seines Lehrers Seigo Yamaguchi
(山口 清吾; * 13. April 1924 in der Präfektur Fukuoka; † 24. Januar 1996 in Tokio)
“Bei der Übung mit einem Partner werden unsere alltäglichen, selbstverständlichen und unbewussten Bewegungen schnell unnatürlich, da der Wunsch, eine Technik durchzusetzen, uns blockiert. Yamaguchi Sensei beschrieb dies oft als einen Zustand, in dem man sich selbst blockiert.
Die Technik, die ich von Yamaguchi Sensei gelernt habe, besteht nicht aus irgendwelchen besonderen oder komplizierten Bewegungen. Sie besteht aus einfachen Bewegungen, bei denen alles Überflüssige weglassen wird.
Gerade weil diese Bewegungen so einfach sind, sind sie vom Gegenüber schwer wahrzunehmen. Und ebenso war es für uns Schüler schwierig, diese Bewegungen nachzuahmen.
Da mit diesen einfachen Bewegungen der Gegner kontrolliert und aus der Balance gebracht wird, wirken sie auf den Betrachter rätselhaft. Man muss das Innere dieser von außen so einfach erscheinenden Bewegungen verstehen.
Meine Überzeugung ist: In dieser inneren Bewegung und Wirkungsweise liegt das Wesen des Yamaguchi-Aikido.
Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass die von außen sichtbare Bewegung lediglich eine das Abbild einer Bewegung ist, die im Inneren entsteht. Beide sind nicht etwas Unterschiedliches, sondern ein und dasselbe.
Alltägliche Verhaltens- und Bewegungsweisen: Richtiges Stehen und Sitzen. Aufrecht stehen und die Arme mühelos heben und senken. Die Arme ganz natürlich und ohne jede Anstrengung beugen und strecken.
Diese Bewegungen, die man ganz selbstverständlich und alltäglich auszuführt: Es geht darum zu lernen, dass man diese auch dann so ausführt, auch wenn es ein Gegenüber gibt oder dieser das zu verhindern versucht. Bewegung unabhängig vom Partner und ohne sich ablenken zu lassen.
Der aufrechte Stand geht fließend über in Vorwärts-, Rückwärts- oder Drehbewegungen.
Diese Bewegungen, die wir im Alltag ganz natürlich und wie selbstverständlich ausführen, jederzeit in gleicher Weise beizubehalten, dies üben wir im Training.
Der Kern der Aikido-Techniken hat nichts zu tun mit akrobatischen Bewegungen fernab des Alltags oder in einer hohen Geschwindigkeit, die man nur in jungen Jahren erreichen kann.
Dies ist mein Verständnis der Lehre, die Yamaguchi-Sensei stets vermittelt hat.”
Ken, im Sommer 2026
über Sego Yamaguchi
– auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Seigo_Yamaguchi
– auf AikidoInfo: https://aikidoinfo.de/?id=yamaguchi_seigo
Videos
– Prinzipien und Techniken: https://youtube.com/watch?v=1ZB9cPvmNDE
– Vorführung: https://youtube.com/watch?v=0DwvvRb6Khw
